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Wait A MO by Tanja Nedwig
Momente aus Fashion, Lifestyle und Kunst. Begegnungen in Berlin und woanders.
SUNDAY IMPRESSION: “Die ersten hellen Luftschichten drangen durch die Friedrichstraße und ließen das absterbende Licht der Straßenlaternen barock und überflüssig erscheinen. Kaum ein Auto fuhr über die Spreebrücke, Orangenluft saugte sich mit Tentakeln an den Häuserwänden fest. Tauben gurrten, Wind hätte gepasst. Die Zeit war stehen geblieben, früh um vier. Der Taxifahrer wartete im Kulissenauto, sein Blick war auf den Club Ausgang gerichtet. Das Absperrgeländer sah im Morgenlicht wie ein vergessener Bauzaun aus. Kinder würden darauf klettern. Zigarettenstummel lagen auf dem Boden, Taschentücher, Papierschnipsel. Die Reinigungsfrau kommt in drei Stunden. Müde saß der Türsteher auf dem Hocker und drehte sich einen Joint, er sprach am Handy mit seiner Freundin. Die warme Morgenluft hüllte Nicola ein. Sie hatte sich frei genommen. Scheiß auf das Sommerfest. Sie stieg ins Taxi und knöpfte sich den oberen Blusenknopf zu. Sie mochte Berlin am frühen Morgen. Kaum ein Mensch ahnte, wie es krachend erwachen würde in ein paar Stunden. Ihre Huskyaugen waren wehmütig und verletzt. Nicola ahnte, dass sie nicht mehr viele Taxifahrten aus der dunklen Welt in den Morgen machen würde. Sie kam aus einer anderen Zeit. Mit einem Seufzer schob sie die letzten Stunden beiseite.”
(Aus: Mitgegangen, Anything but Pizza, Baby, Tanja Nedwig, 2009, Manuskript)

SUNDAY IMPRESSION: “Die ersten hellen Luftschichten drangen durch die Friedrichstraße und ließen das absterbende Licht der Straßenlaternen barock und überflüssig erscheinen. Kaum ein Auto fuhr über die Spreebrücke, Orangenluft saugte sich mit Tentakeln an den Häuserwänden fest. Tauben gurrten, Wind hätte gepasst. Die Zeit war stehen geblieben, früh um vier. Der Taxifahrer wartete im Kulissenauto, sein Blick war auf den Club Ausgang gerichtet. Das Absperrgeländer sah im Morgenlicht wie ein vergessener Bauzaun aus. Kinder würden darauf klettern. Zigarettenstummel lagen auf dem Boden, Taschentücher, Papierschnipsel. Die Reinigungsfrau kommt in drei Stunden. Müde saß der Türsteher auf dem Hocker und drehte sich einen Joint, er sprach am Handy mit seiner Freundin.
Die warme Morgenluft hüllte Nicola ein. Sie hatte sich frei genommen. Scheiß auf das Sommerfest. Sie stieg ins Taxi und knöpfte sich den oberen Blusenknopf zu. Sie mochte Berlin am frühen Morgen. Kaum ein Mensch ahnte, wie es krachend erwachen würde in ein paar Stunden. Ihre Huskyaugen waren wehmütig und verletzt. Nicola ahnte, dass sie nicht mehr viele Taxifahrten aus der dunklen Welt in den Morgen machen würde. Sie kam aus einer anderen Zeit. Mit einem Seufzer schob sie die letzten Stunden beiseite.”

(Aus: Mitgegangen, Anything but Pizza, Baby, Tanja Nedwig, 2009, Manuskript)

(Quelle: waitamo.de)

EASY FRIDAY & THINK ABOUT THE BIG LEBOWSKI

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Im Stillen habe ich eine große Bewunderung für Leute, die entspannt ihr Ding machen, manchmal auch gar nichts, die locker im Bademantel mit einem Drink in der Hand am Nachmittag Hallo sagen können und Sorgenfalten als eine belustigte Art von Gendefekt betrachten. Ich mag den Dude (Jeff Bridges) in dem Coen Brothers Film „The Big Lebowski“ mit seinem White Russian oder der Bowlingkugel in der Hand. Aufregung kommt schon von allein, warum sich vorher damit beschäftigen. Ein schöner Herbst Trend: weite Strickjacken & lange Ärmel, Westen, Strickhosen, grobmaschige Legwear, unaufgeregtes Übereinanderlegen von Stoffen, Jersey auf Seide, Wolle auf Transparenz, es scheint egal, Essentials eben, um schön entspannt durch den Tag oder ins Wochenende zu kommen.

image(PRADA, CÉLINE AW14)

(Quelle: waitamo.de)

BRAZILIAN JEWELRY & BERLIN SUMMER MARKET: Gestern, die Sonne wärmte durch den frühen Abend, Design, Sound & Food sorgten für jede Menge Spaß beim Berlin Summer Market in der Neuen Heimat. Ich habe mich in einen Ketten-Anhänger aus Brasilien (Gloria Erthal) verguckt: Cristo Redentor von Rio de Janeiro auf einem ursprünglich grünem Blatt mit 18 Karat vergoldet.

BRAZILIAN JEWELRY & BERLIN SUMMER MARKET: Gestern, die Sonne wärmte durch den frühen Abend, Design, Sound & Food sorgten für jede Menge Spaß beim Berlin Summer Market in der Neuen Heimat. Ich habe mich in einen Ketten-Anhänger aus Brasilien (Gloria Erthal) verguckt: Cristo Redentor von Rio de Janeiro auf einem ursprünglich grünem Blatt mit 18 Karat vergoldet.

(Quelle: waitamo.de)

A MOMENT WITH: STEFANIE HANSSEN VON “FRAU TONIS PARFUM BERLIN”

Die Parfum-Manufaktur „Frau Tonis Parfum“ ist ein Ort, um unerwartet die Zeit zu vergessen und ideal, wenn man auf der Suche nach einem persönlichen Duft ist, der Erinnerungen und Wünsche in privater Komposition verbindet.

In der Nähe vom Checkpoint Charlie und trotzdem fernab großstädtischer Geräusch-Kulissse, bin ich mit Stefanie Hanssen von „Frau Tonis Parfum“ verabredet. Das helle Store-Interior, die großen Apotheker-Flaschen, Düfte mit schönen Namen wie „Berlin Summer“ oder „Si Tu Savais“ (wunderbar nach Zitronenhainen duftend) machen Lust, immer weiter zu testen und auszuprobieren.
Duft Nr. 24 „Vamos“ zieht mich in seinen Bann, für einen Abend mit eventuell ungewissem Ausgang: kräftig, holzig, bei dem man leicht in die Versuchung der Frage „Zu mir oder zu dir?“ kommen könnte. Warum also nicht diesen Duft mit der Unschuld & Verzückung des Tulpen-Blattwerkes komponieren? Melancholie versprüht hingegen Nr. 18 „Bogota Berlin“ eine Hommage an das im letzten Jahr geschlossene „Hotel Bogota“ mit dem Duft der Veilchen für die 20er Jahre, Zedernholz und Bergamotte.

Stefanie Hanssen fragt mich nach meinen Duft-Vorlieben, erklärt mir verschiedenste Kompositionen, erzählt von Escape-Düften für den Berliner Herbst und wie sie auf auf die Idee gekommen ist, voll und ganz in die Welt der Düfte einzutauchen. Stefanie Hanssen selber verströmt Ruhe und Gelassenheit, sie scheint angekommen zu sein in  „Frau Tonis Parum-Manufaktur“.

Wer ist denn Frau Toni?
Das ist meine Großmutter. Sie ist jetzt 86 Jahre alt und wohnt in Wanne-Eickel im Ruhrgebiet. Die Parfum-Manufaktur ist ihr gewidmet. Bei ihr bin bei ihr groß geworden. Meine Mutter hat viel gearbeitet, so hat meine Großmutter auf mich aufgepasst. Sie hatte viel Zeit und Geduld. „Frau Tonis Parfum“ ist eine Quintessenz von dem, was meine Großmutter ausmacht: die Dinge wertzuschätzen, dass weniger oft mehr ist, ihre Liebe zu den schönen Düften. Meine Großmutter selber trug einen besonderen Duft, einen Rosenduft, anders als die anderen Frauen, die zum Stricken zu Besuch kamen und Kölnisch Wasser 47/11 oder Tosca benutzten. Unser Duft „Rose de France“ ist meiner Großmama gewidmet.

Wie kam es zu Ihrer Leidenschaft für die Welt der Düfte?

Das war eigentlich Zufall. Ich war persönlich auf der Suche nach einem Duft, den ich an einem Abend in der Philharmonie bei meiner Nachbarin bewundert habe. Er war ätherisch, grün, holzig und frisch. Ich war aber zu schüchtern, mich nach dem Namen zu erkundigen. Ich habe mich in in vielen Berliner-Parfümerien auf die Suche gemacht, ihn aber nicht wieder gefunden. Also habe ich zu meinem Geschäftspartner Christoph Niedermeyer, wir haben zusammen eine Agentur für gehobene Hotellerie, gesagt, warum machen wir dann nicht unsere eigene Duft-Manufaktur. Das war 2009 und dann ging es sehr schnell. Wir haben uns auf die Suche nach Parfumeuren gemacht, mit denen wir gern zusammen arbeiten wollen und sind in Graz und Berlin fündig geworden. Sechs Monate später haben wir „Frau Tonis Parfum“ eröffnet. Bei uns kann man die Düfte miteinander komponieren. Damit haben wir den Nerv der Zeit getroffen.

Was haben Sie ursprünglich gelernt?
Ich habe BWL in Essen studiert, wollte dann mal kurz Journalistin werden und habe ein Volontariat gemacht, bis ich mich mit der Agentur selbstständig gemacht habe. 2004 bin ich wegen der Liebe nach Berlin gekommen und habe auch hier geheiratet. Übrigens mein Mann saß damals mit in der Philharmonie, ihm ist der spezielle Duft, der mich so inspiriert hat,  nicht aufgefallen.
Warum lieben es Ihre Kunden, sich ihren persönlichen Duft zu kreieren?
Ich glaube, das ist der gleiche Grund, warum man sich ein Kleid maßschneidern lässt. Man hat es für sich alleine. Ich glaube der Trend geht im Allgemeinen in die Manufaktur-Richtung.
Haben wir tendenziell das richtige Gespür, um unseren optimalen Duft selbst zu entwerfen?
Bei den Menschen, die zu uns kommen, ist die Trefferquote erstaunlich hoch. Wir haben seit unserer Eröffnung ein Archiv mit über 2000 Karteikarten und persönlichen Duft-Kompositionen aus aller Welt, die auch kontinuierlich nachbestellt werden. Bei der eigenen Duft sollte man sich fragen, was soll er mit mir machen, wie kann er mich inspirieren oder beflügeln?
Wie speichern Sie Erinnerungen ab?
Intuitiv über Düfte, wie zum Beispiel meine Erinnerung an die Kindheit. Damals gab es noch echte Zechen im Ruhrgebiet und der Kohlestaub war ein Kontrastprogramm zu dem Hinterhof meiner Eltern, auf dem es eine Wiese mit üppigem Klee gab. Wenn ich heute Klee rieche, geht sofort ein Fenster in meinem Gedächtnis auf und ich sehe den mit Pappeln gesäumten Hinterhof. Erinnerungen sind für mich auch verbunden mit Menschen und Musik.

Welche Erinnerung kann man Ihrer Meinung nach nicht in einen Duft verwandeln?
Traurige Erlebnisse. Meine Uroma und mein Großvater sind kurz hintereinander gestorben. Ich war sehr berührt. Bei dem Verlust von Menschen ist man bestimmten Mechanismen ausgesetzt, die ich nicht mit Düften besetzen kann.
Welcher Duft zählt zu Ihren Lieblingsdüften?
Ich habe zwei. Für die Herbstzeit, den Oktober und November, wenn der Berliner Himmel grau überzugreifen scheint, liebe ich unseren Duft „Orange“, der euphorisierend wirkt, fröhlich macht. Und natürlich meinen ganz persönlichen Duft, den ich aus meiner Erinnerung an den Abend in der Philharmonie komponiert habe: ätherisch, würzig und frisch.
Was sagt die Treue zu einem Duft über eine Person aus?
Treue, die sich auf einen selbst und seine Art zu leben bezieht und dass man mit Kontinuität gewissen Dingen gegenüber steht.

Ihre schönste Erinnerung, die sie in einen Duft verwandelt haben?
An Toni-Luise, meine Großmutter.
Macht Parfum melancholisch?
Aber ja, absolut. Es kann melancholisch umarmend wirken und schützend zugleich sein.
Welcher Duft bezeichnet Jugend?
Vielleicht ist es kitschig, aber viele jungen Mädchen mögen gerade den Maiglöckchenduft. Vielleicht hängt das mit einer Retro-Sehnsucht zusammen. Das ist schon interessant in so einer trendigen Stadt wie Berlin.
Und welcher Duft-Nuance könnte für Schönheit stehen?
Das ist assoziativ. Viele Kundinnen verbinden Schönheit mit der Vorstellung und dem sogenannten „Wie frisch geduscht“-Duft. Zitrische Düfte gehen in diese Richtung.
Was bedeutet Berlin für Sie?
Das ist die einzige Stadt, in der ich in Deutschland leben möchte und die ich brauche, wie die Luft zum Atmen.
Warum haben Sie sich für das traditionelle Store-Konzept einer Manufaktur entschieden?
Ich finde die Idee vom Slowretail schön. Ich persönlich gehe auch gern zu Manufactum, schaue mir die Dinge an, nehme sie in die Hand, wäge ab, ob ich sie kaufe, für mich oder andere. Ich mag es sehr, Dinge zu verschenken und andere glücklich zu machen.

Träumen Sie von Düften und in Farbe?
Nein, tatsächlich nicht mit Düften aber in Farbe.
Was sind denn Ihre Visionen oder Träume?
Einer ist gerade wahr geworden. Das KaDeWe hat bei und angefragt und ab September sind wir dort mit einer feinen speziellen Auswahl zum Berlin Thema präsent. Das habe ich mir zu Beginn von „Frau Tonis Parfum“ gewünscht, dass die Menschen auf uns aufmerksam werden und unsere Parfums mögen.

Würden Sie gern an einem andern Ort leben?
Nein, ich bin angekommen.
Was ist für Sie ein glücklicher Moment?
Das sind eher familiäre Momente mit meinem neunjährigen Sohn und meinem Mann. Wenn ich mit meinen beiden Jungs zusammen Urlaub mache.
Mögen Sie Unisex-Düfte?
Ja, auf jeden Fall. Kategorisierungen haben sich überholt.
Ein Duft von Zukunft, was würde er beinhalten?
Ich lebe in der Gegenwart, auch manchmal in der Vergangenheit. In unserem Unternehmen bin ich diejenige mit dem ältesten Handy. Nein einen Duft der Zukunft möchte ich nicht machen.
Wie viele Stunden am Tag beschäftigen Sie sich mit der Welt der Düfte?
Ich lasse los, wenn ich den Laden verlasse. Natürlich lege ich nach 18.00 Uhr einen anderen Duft auf, ein privates Duft-Erleben.

Was ist der Duft von Freiheit?
„Berlin Summer“. Ein sehr jugendlicher Duft mit Pfefferminze, Limone, sehr erfrischend.

Merci, Stefanie Hanssen!
FRAU TONIS PARFUM
Mo- Sa: 10.00- 18.00

Zimmerstr. 13
10969 Berlin-Mitte

(Quelle: waitamo.de)

SUNDAY IMPRESSION

American Football am Sonntag-Nachmittag. Viele bunte Plätze im Cantian-Stadion hinterm Mauerpark. „Born in the USA“ von Bruce Springsteen hallt über den Rasen. Cheerleader sind aufgeregt und lachen. Adrenalin kreist wie aufgeregte Krähen-Schwärme, aufputschen bevor es durch den Tunnel geht.

Die Wolken ziehen geschwind, Sonne wärmt, wie auf einer Strand-Liege am Mittelmeer, Familien fächern Beifall, Parkplätze sind zu haben, ich erhole mich und denke, dass Leben ist einfach und wunderbar. Es könnte überall sein.

(Quelle: waitamo.de)

DENKEN IN SCHWARZ WEISS & TRÄUMEN IN FARBE: Ist es eine Kunst, sich die Leichtigkeit der Jugend zu bewahren? Liegt es am Erkennen der Realität oder der eigenen Wahrnehmung, dass sich das Denken beruhigend jenseits bunter Farbspektren entwickeln kann? Sind Tatsachen immer in schwarz/ weiß gehalten? Ist es leichtsinnig zu träumen, wenn der Wecker schon geklingelt hat? Ist ein Mittagsschlaf überhaupt erlaubt? Können Fakten beruhigen? Wann mag man seinen Anblick im Morgenspiegel? Auf wen freut man sich, wenn die Tage kürzer werden und die Nächte länger? Ist es klug, Musik beim Spazierengehen zu hören?

DENKEN IN SCHWARZ WEISS & TRÄUMEN IN FARBE: Ist es eine Kunst, sich die Leichtigkeit der Jugend zu bewahren? Liegt es am Erkennen der Realität oder der eigenen Wahrnehmung, dass sich das Denken beruhigend jenseits bunter Farbspektren entwickeln kann? Sind Tatsachen immer in schwarz/ weiß gehalten? Ist es leichtsinnig zu träumen, wenn der Wecker schon geklingelt hat? Ist ein Mittagsschlaf überhaupt erlaubt? Können Fakten beruhigen? Wann mag man seinen Anblick im Morgenspiegel? Auf wen freut man sich, wenn die Tage kürzer werden und die Nächte länger? Ist es klug, Musik beim Spazierengehen zu hören?

(Quelle: waitamo.de)

KANN ICH MIR DAS MAL AUSLEIHEN ODER WOMAN MEETS MAN

Ich mag es mir den weiten Pullover oder das coole Jacket vom Mann auszuleihen, am liebsten mit seinem Duft behaftet. Aus Versehen greift man in die Jacket-Tasche und findet seinen letzten Mint-Bonbon. Bei dem Herbst/ Winter 14 Trend „Woman meets Man“ kann man wunderbar extrem feminine Stücke mit maskulinen Klassikern kombinieren: transparente Röcke mit High Heels zu Oversize-Blazern, Seidenröcke zu langen Pullovern oder ein elegantes Kleid über eine Anzug-Hose getragen. Eine interessante Mischung, bei der man jeden Tag neu wählen kann, inwieweit der feminine oder maskuline Part in oder an einem dominiert. Warum sich nicht seine Armbanduhr und den Schlüssel für den Wagen etc. dazu ausleihen?

(Quelle: waitamo.de)

STILL IN LOVE WITH SUMMER: Jeden Morgen gehe ich auf den Balkon, strecke mich und checke die Lage. Nicht, dass ich darüber nachdenken würde, ob es wirklich Sinn macht aufzustehen, die Option stellt sich meistens nicht, nein ich blicke in den Himmel und wünsche mir, dass der Sommer noch eine Weile bleibt. Ich trage Shorts und Gänsehaut, liebe den Espresso im Freien, die Erinnerung an Meeressprünge sind nah und die Frage kommt auf, ob ich es auch voll und ganz genossen habe, die süßen Tage. Ich bin dankbar, weil Verliebtheit im Rückblick das Wunderbarste ist, völlig verklärt und rosarot. Lustigerweise vergeht das Roasrot des Sommers nie.

STILL IN LOVE WITH SUMMER: Jeden Morgen gehe ich auf den Balkon, strecke mich und checke die Lage. Nicht, dass ich darüber nachdenken würde, ob es wirklich Sinn macht aufzustehen, die Option stellt sich meistens nicht, nein ich blicke in den Himmel und wünsche mir, dass der Sommer noch eine Weile bleibt. Ich trage Shorts und Gänsehaut, liebe den Espresso im Freien, die Erinnerung an Meeressprünge sind nah und die Frage kommt auf, ob ich es auch voll und ganz genossen habe, die süßen Tage. Ich bin dankbar, weil Verliebtheit im Rückblick das Wunderbarste ist, völlig verklärt und rosarot. Lustigerweise vergeht das Roasrot des Sommers nie.

(Quelle: waitamo.de)

SUNDAY IMPRESSION: Ein weißes Pferd, ein weißes Boot, ein weißes Haus in Griechenland, weiße Perlenohrringe, weiße Pfingstrosen, weiße Nächte in St. Petersburg, ein Frühstücksei, einen Ring aus Weißgold, wehende Fenster-Vorhänge am Sonntag Morgen, Schäfchenwolken, Zuckerwatte, ein leeres Blatt Papier, weißen Sandstrand, Body-Lotion, einen kleinen weißen Fiat, weißen Essie Nagellack, weißen Zucker für den Tee am Nachmittag, weiße Augäpfel, die Schneekönigin nicht, ein weißes Chanel Jäckchen, eine weiße Schreibmaschine, eine Aspirin für den Tag danach, ein Glas Milch, Worte auf einer Einladung auf weißem 300g Papier, den Duft von frischer weißer Bettwäsche, warmes Brot in weißer Stoffserviette, weißen Schaum auf den Wellen, einen White Russian am Abend….

SUNDAY IMPRESSION: Ein weißes Pferd, ein weißes Boot, ein weißes Haus in Griechenland, weiße Perlenohrringe, weiße Pfingstrosen, weiße Nächte in St. Petersburg, ein Frühstücksei, einen Ring aus Weißgold, wehende Fenster-Vorhänge am Sonntag Morgen, Schäfchenwolken, Zuckerwatte, ein leeres Blatt Papier, weißen Sandstrand, Body-Lotion, einen kleinen weißen Fiat, weißen Essie Nagellack, weißen Zucker für den Tee am Nachmittag, weiße Augäpfel, die Schneekönigin nicht, ein weißes Chanel Jäckchen, eine weiße Schreibmaschine, eine Aspirin für den Tag danach, ein Glas Milch, Worte auf einer Einladung auf weißem 300g Papier, den Duft von frischer weißer Bettwäsche, warmes Brot in weißer Stoffserviette, weißen Schaum auf den Wellen, einen White Russian am Abend….

(Quelle: waitamo.de)

NOCH MAL KURZ WEG ODER VOM NACH HAUSE KOMMEN:
Das Flugzeug ist gelandet, der Weg zum S-Bahnhof Schönefeld abgelaufen, bekannte Ecken bringen alte Geschichten in Erinnerung. Das Rattern der Gleise im Ringverkehr amüsiert mich und ich glaube jetzt nach zig Jahren habe ich es begriffen, dass es keinen Sinn macht bockig zu sein. Der Urlaub ist vorbei, ach wie schön war die Zeit, denke ich noch am Briefkasten. Ziehe mir gleich wieder alles Zugestellte auf dem Treppenweg nach oben. Genauso wie ich schnell Adieu sagen kann, bin ich auch wieder da mit einem Finger-Schnips. In der Wohnung riecht es nach geputzten Dielen, Stille in den hohen Decken, stehen gebliebene Zeit, die wie ein Kinderkarussell angeschoben werden kann. Einen kurzen Moment stehen wir da und ich sage: „Ich bin nochmal kurz weg.“, laufe hoch zum Park, kein Gepäck in der Hand und überlege doch wie jedes Jahr: „Wo fange ich an, wo will ich sein, wo gehe ich hin?“, und bin wieder auf dem Weg nach Hause.

NOCH MAL KURZ WEG ODER VOM NACH HAUSE KOMMEN:

Das Flugzeug ist gelandet, der Weg zum S-Bahnhof Schönefeld abgelaufen, bekannte Ecken bringen alte Geschichten in Erinnerung. Das Rattern der Gleise im Ringverkehr amüsiert mich und ich glaube jetzt nach zig Jahren habe ich es begriffen, dass es keinen Sinn macht bockig zu sein. Der Urlaub ist vorbei, ach wie schön war die Zeit, denke ich noch am Briefkasten. Ziehe mir gleich wieder alles Zugestellte auf dem Treppenweg nach oben. Genauso wie ich schnell Adieu sagen kann, bin ich auch wieder da mit einem Finger-Schnips. In der Wohnung riecht es nach geputzten Dielen, Stille in den hohen Decken, stehen gebliebene Zeit, die wie ein Kinderkarussell angeschoben werden kann. Einen kurzen Moment stehen wir da und ich sage: „Ich bin nochmal kurz weg.“, laufe hoch zum Park, kein Gepäck in der Hand und überlege doch wie jedes Jahr: „Wo fange ich an, wo will ich sein, wo gehe ich hin?“, und bin wieder auf dem Weg nach Hause.

(Quelle: waitamo.de)